Durch
die Verknüpfung der Lebensmittel mit ihrem regionalen Ursprung
und der Produktionsweise soll der Zusammenhang zwischen Kulturlandschaft
und Lebensmittelproduktion transparent gemacht werden. Österreich
ist gekennzeichnet durch seine zahlreichen, unverwechselbaren
und abwechslungsreichen Regionen.
Die
Stärken Österreichs sind seine unverwechselbaren Kulturlandschaften
und die darin produzierten kulinarischen Spezialitäten.
Regional-typische Lebensmittel bedeuten nicht nur Genuss, sondern
auch Identität und Zugehörigkeit.
Region und Produkt verschmelzen zu einer unverwechselbaren Marke
und tragen zur Steigerung der Wertschöpfung und damit zur
Stärkung des ländlichen Raumes bei. Es sollen die
Leistungen unserer Bauern und Bäuerinnen, der verarbeitenden
Betriebe, der Gastronomie und der Tourismusbetriebe in den Regionen
für die Gäste sichtbar gemacht werden.
Genuss
Region Bregenzerwald:
Bregenzerwälder
Alpkäse und Bergkäse
Bis in die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde im Bregenzerwald
nur Sauerkäserei (die Milch wurde ganz entrahmt) betrieben,
bei der man auch viel Butter erzeugen konnte.
Diese Buttererzeugung war auch notwendig, da man Steuern der Obrigkeit
in Form von Butter abführen musste. Nach dem 30 jährigen
Krieg kamen aus dem Appenzell Sennen in den Bregenzerwald, die
den Einheimischen die Kunst des Fettsennens (die Milch wird dabei
nicht oder nur teilweise entrahmt) vermittelten und zum Teil auch
hier Alpen pachteten und selbst Sennereien errichteten. Die typischen
Alp- und Bergkäse entstehen in dieser Zeit und entwickeln
sich zum „weißen Gold“ der Region.
Heute wird der Bregenzerwälder Bergkäse vorwiegend in
den 17 Talsennereien, die halb- oder ganzjährig bewirtschaftet
werden, nach alter Tradition hergestellt. Auch einzelne bäuerliche
Käsemacher erzeugen diese traditionelle Käse-Spezialität
der Region. Gesamthaft werden an die 3000 Tonnen Bregenzerwälder
Bergkäse erzeugt.
Zu
den kulinarischen Kostbarkeiten Österreichs zählen Bregenzerwälder
Alpkäse, welche ausschließlich auf den Alpen im Sommer
handgeschöpft erzeugt werden. Über 90 Sennalpen gibt
es noch im Bregenzerwald, die die Höhen des Bregenzerwaldes
mit zahlreichen Milchkühen bevölkern. Unterschiedliche
Gräser und Kräuter auf den verschiedenen Alpgebieten
formen die geschmacklichen Nuancen der Alpkäse. Nur im Bregenzerwald
erleben Käsefreunde diese feinen charakteristischen Geschmacksunterschiede,
wenn man die Alpkäse unterschiedlicher Alpsennereien miteinander
verkosten darf. Die 200 Tonen Alpkäse sind ein ganz besondere
Rarität, welche jeden Käsefreund begeistert.
Alp- & Bergkäsekultur im Bregenzerwald:
Die Gegenüberstellung verschiedener Alp- und Bergkäse
ist beim Abschluss des Alpsommers jährlich in Schwarzenberg
bei der Alp- und Bergkäseprämierung erlebbar. Nahezu
alle Alpen und Sennereien lassen ihre Alp- und Bergkäse mit
unterschiedlichen Reifezeiten von einer gestrengen Jury überprüfen.
Die Laibe der Alp- und Bergkäse haben meist einen Durchmesser
von 55 bis 60 cm. Die kleinen Löcher sind ein Qualitätsmerkmal.
Von 6 Monate gereiften Alp- und Bergkäsen bis hin zu zweijährigen
Käselaiben werden die „Goldreserven“ des Bregenzerwaldes
auf Aussehen, Geschmack, Geruch, Konsistenz fachmännisch
beurteilt. Das Jahr über kontrolliert das Qualitätsmanagement
Vorarlberg „Luag druf“ die Qualität der Käse
und deren Herstellung.
Auch in der hermischen Gastronomie wie auch in den Käsevitrinen
der Nahversorger werden die unterschiedlichen Reifestadien zelebriert.
Die Herkunft der Käse ist nachvollziehbar. Von mild bis würzig,
mit nussigem oder an Mandel erinnerndem Geschmack bis gehaltvoll
an Kräutern reicht die geschmackliche Beurteilung der Käsefreunde
und Käsekenner.
Bregenzerwälder Alpkäse und Bergkäse wurde 2005
als Genuss Region ausgezeichnet.

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Beschreibung Genuss Landkarte Östereich 2008
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